Baulogistik beginnt in der Ausschreibungsphase – nicht auf der Baustelle

Baulogistik wird häufig mit der Ausführungsphase verbunden: Lkw, die auf der Baustelle eintreffen, Lieferzeitfenster, Lagerflächen, Baulogistik-Hubs und die Vermeidung von Verkehrsbehinderungen. Doch wenn über Logistik erst kurz vor Baubeginn nachgedacht wird, ist es bereits zu spät.
Die wichtigsten Entscheidungen, die die Baulogistik bestimmen, werden deutlich früher getroffen: in der Ausschreibungs- und Vorbereitungsphase.
Logistik ist Teil der Baustrategie
Die gewählte Bauweise, Materialströme, Terminplanung, Nachunternehmer, verfügbare Flächen auf der Baustelle und die Erreichbarkeit haben unmittelbaren Einfluss auf die Logistik.
Dies gilt insbesondere für innerstädtische Bauprojekte, bei denen eingeschränkte Lieferzeiten, Verkehrsbelastung, Null-Emissions-Zonen, Sicherheitsanforderungen, CO₂-Reduktion und die Minimierung von Beeinträchtigungen für das Umfeld berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig gewinnt eine professionelle Kommunikation mit Anwohnern und weiteren lokalen Stakeholdern zunehmend an Bedeutung.
Wird die Baulogistik bereits in den Ausschreibungsprozess integriert, können unterschiedliche Szenarien frühzeitig bewertet werden. Welche Materialien sollten direkt auf die Baustelle geliefert werden? Welche Materialströme lassen sich über einen Baulogistik-Hub bündeln? Können Lieferungen verschiedener Lieferanten zusammengeführt werden? Und wie lassen sich Rückführungsströme und Bauabfälle effizient organisieren?
Vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil
Ein durchdachtes Logistikkonzept kann die Kosten während der Bauausführung reduzieren – es kann aber auch dabei helfen, den Auftrag zu gewinnen.
Auftraggeber bewerten Angebote zunehmend anhand von Kriterien wie CO₂-Reduktion, Verkehrsbewegungen, Sicherheit, Kreislaufwirtschaft und der Minimierung von Beeinträchtigungen für das Umfeld. Die Baulogistik hat direkten Einfluss auf all diese Bereiche.
Ein Bauunternehmen, das überzeugend darlegen kann, wie Materialströme organisiert, Transportbewegungen reduziert und Leistungen messbar gemacht werden, kann sich im Ausschreibungsverfahren einen deutlichen Vorteil verschaffen.
Baulogistik ist damit mehr als ein operatives Thema. Sie wird zu einem strategischen Bestandteil der Ausschreibung.
Ein Konzept schafft nur dann Mehrwert, wenn es umgesetzt wird
Ausschreibungen enthalten häufig ambitionierte Zusagen zur Reduzierung von Transportbewegungen, zur Senkung von Emissionen und zur Verbesserung der logistischen Effizienz. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch nach der Auftragsvergabe.
Wie stellt man sicher, dass Dutzende Lieferanten, Nachunternehmer, Transportunternehmen und Logistikstandorte nach demselben Konzept arbeiten?
Dafür braucht es eine zentrale Koordination und eine gemeinsame digitale Umgebung.
Von der Ausschreibung bis zur Ausführung mit Qonnected
Qonnected kann bereits in der Ausschreibungs- und Vorbereitungsphase eingebunden werden. Wir arbeiten direkt mit Ausschreibungsteams zusammen und erstellen das Baulogistikkonzept für die Ausschreibung. Wir analysieren Material- und Logistikströme und übersetzen diese in eine konkrete, fundierte und praktisch umsetzbare Logistikstrategie.
Das Konzept kann unter anderem die Bündelung von Materialströmen, den Einsatz von Baulogistik-Hubs, die Reduzierung von Transportbewegungen, Lieferzeitfenster, Lagerung, Rückführungsströme und Bauabfälle umfassen. Auch Themen wie CO₂-Reduktion, Kreislaufwirtschaft, Sicherheit, Erreichbarkeit und die Minimierung von Beeinträchtigungen für das Umfeld können integriert werden.
Qonnected bietet zudem eine Anwendung für die Stakeholder- und Anwohnerkommunikation. Anwohner und andere Beteiligte können über Bauaktivitäten, Verkehrsbewegungen und zu erwartende Beeinträchtigungen informiert werden. Gleichzeitig können sie Meldungen oder Beschwerden einreichen. Dieser Ansatz kann bereits in die Ausschreibungsstrategie integriert werden.
Nach der Auftragsvergabe endet unsere Rolle nicht mit dem geschriebenen Konzept. Über die Q-Platform kann die Logistikstrategie in die Praxis umgesetzt werden. Dabei werden Bauunternehmen, Nachunternehmer, Hersteller, Transportunternehmen, Baulogistik-Hubs sowie Entsorgungs- und Recyclingunternehmen in einer gemeinsamen digitalen Umgebung miteinander verbunden.
So entsteht ein durchgängiger Prozess – vom Ausschreibungskonzept über Planung und Ausführung bis hin zu Stakeholder-Kommunikation und Reporting. Was in der Ausschreibung zugesagt wurde, kann während der Bauphase organisiert, umgesetzt und messbar gemacht werden.
Ein Baulogistikkonzept sollte kein Dokument sein, das erst kurz vor Baubeginn erstellt wird. Es kann Teil der Strategie sein, mit der ein Bauunternehmen den Auftrag gewinnt.
Steht bei Ihnen eine Ausschreibung an, bei der Baulogistik eine wichtige Rolle spielt? Qonnected arbeitet gerne direkt mit Ihrem Ausschreibungsteam zusammen und kann das vollständige Baulogistikkonzept erstellen – mit einem Ansatz, der nach der Auftragsvergabe auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden kann.




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